Frankreich erwartet für das vergangene Jahr ein Aussenhandelsdefizit von rund 70 Milliarden Euro. Damit liege es leicht unter den ursprünglich erwarteten 75 Milliarden, gab Aussenhandelsstaatssekretär Pierre Lellouche in Paris bekannt.

Das Defizit sei aber nach wie vor zu hoch, so Lellouche. Er verwies auf die Schwächen der französischen Industrieproduktion. Es gebe in Frankreich weniger als 100'000 kleine und mittlere Unternehmen mit Exportaktivitäten, während es in Deutschland rund 400'000 seien.

Das französische Aussenhandelsdefizit hatte Ende November 70,45 Milliarden Euro erreicht. Dies bedeutete gegenüber 2010 eine deutliche Verschlechterung: Damals lag das Defizit gemäss den Zahlen des Zolls bei 51,45 Milliarden Euro.

(tno/laf/sda/awp)