Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat die Regierungen der Eurozone eindringlich zu weiteren Strukturreformen aufgerufen. «Die Regierungen müssen die strukturellen Probleme in ihren Ländern angehen», sagte Draghi in einer Rede bei der Katholischen Akademie in München.

Mit grundlegenden Reformen könne das Wachstumspotenzial der Volkswirtschaften im Währungsraum erhöht und die «äusserst dringliche Bekämpfung von Arbeitslosigkeit» ermöglicht werden.

Draghi forderte mehr Wachstum in der Eurozone. «Dies ist nur möglich, wenn wir entschlossene Reformen umsetzen», so der Notenbankchef. Das sei Aufgabe der Politik und nicht der EZB, deren Möglichkeiten begrenzt seien.

Die Notenbank könne eben keine unsoliden Haushalte in Ordnung bringen, oder strauchelnden Banken wieder auf die Beine helfen, sagte Draghi. «Wir können nicht die tief verwurzelten Probleme der Volkswirtschaften in der Eurozone lösen», so der Notenbankchef.

(muv/tno/sda)