Das Vertrauen in die Eurozone kehrt nach Einschätzung von EZB-Präsident Mario Draghi allmählich zurück. Die Anstrengungen der Regierungen und der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten die unmittelbaren Spannungen an den Märkten beruhigt, sagte Draghi bei einem Bankenkongress in Frankfurt. «Daher kann ich heute von einer allmählichen Rückkehr des Vertrauens in die Eurozone berichten.»

Draghi bekräftigte die Bereitschaft der EZB, notfalls unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten wie Spanien zu kaufen (OMT), um die Lage zu stabilisieren. Er betonte: «Die EZB hat keine Aufgaben von Regierungen übernommen.» Reformen müssten vorangetrieben werden.

Derweil dämpft EZB-Präsident Mario Draghi die hohen Erwartungen an eine zentrale Bankenaufsicht. Nach derzeitigem Stand könne die Aufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) 2013 ihre Arbeit aufnehmen, «aber dann brauchen wir Zeit», sagte Draghi in Frankfurt. Und weiter: «Wir müssen es zeitgerecht hinbekommen, aber wir müssen es gut machen.»

Die EZB soll schrittweise alle gut 6000 Euro-Banken beaufsichtigen. Dabei will sie mit den nationalen Aufsehern zusammenarbeiten. Neben der Bankenunion müssten die Staaten wie die EU als Ganzes Reformen vorantreiben, sagte Draghi: «Das wird das Vertrauen in unseren Kontinent wieder voll herstellen.»

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(muv/aho/awp)