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Geldpolitik
EZB-Chefökonom plädiert für mehr Geduld

Euro: Geldschwemme noch nicht am Ziel. Keystone

Peter Praet sieht die EZB noch nicht am Ziel. Die Inflation liegt weiterhin zu tief. Zudem sei das wirtschaftliche Umfeld stark von den günstigen Rahmenbedigungen abhängig.

Veröffentlicht am 04.07.2017

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet sieht die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Politik der grossen Geldschwemme noch nicht am Ziel. «Unsere Mission ist noch nicht erfüllt», sagte Praet am Dienstag laut Redetext auf einer Veranstaltung in Rom.

Geduld und Beständigkeit seien erforderlich. Zwar helle sich das wirtschaftliche Umfeld auf. «Doch die gemessene Inflation bleibt äusserst schwankungsreich», sagte der Belgier.

Weit unter Zielmarke

Der zugrundeliegende Preisdruck sei nach wie vor verhalten. Die Basiserwartungen für die Inflation seien noch immer entscheidend abhängig von den sehr günstigen Finanzierungsbedingungen.

Die Inflation im Euro-Raum lag im Juni mit 1,3 Prozent weit unter der Zielmarke der Währungshüter von knapp unter zwei Prozent. Dies war die bislang niedrigste Teuerungsrate in diesem Jahr. Dennoch erwarten Volkswirte, dass die Notenbank bald eine allmähliche Abkehr von ihrer sehr expansiven Geldpolitik einleiten wird.

(sda/gku/me)

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