Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche erneut keine Staatsanleihen gekauft. Das gab die Notenbank am Montag in Frankfurt bekannt. Die EZB hält sich bereits seit Mitte März vom Staatsanleihemarkt fern.

Die aktuelle Statistik der Notenbank umfasst aber möglicherweise nicht alle Anleihekäufe der vergangenen Woche. In den Zahlen sind nur Transaktionen enthalten, die bis vergangenen Freitag vollständig abgewickelt wurden. Für gewöhnlich liegen zwischen Kauf und Abwicklung der Papiere zwei Handelstage.

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Wie üblich will die Notenbank die Überschussliquidität einsammeln, die aus den gesamten Anleihekäufen der vergangenen Jahre resultiert. Am Dienstag soll ein entsprechendes Geschäft mit den Banken durchgeführt werden. Das Volumen der EZB-Anleihebestände aus dem Programm lag wie bereits in den Vorwochen unverändert bei 211,5 Milliarden Euro. Die Notenbank hatte im Frühjahr 2010 während des Beginns der Griechenland-Krise mit dem Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder begonnen.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte Anfang August angekündigt, kurzlaufende Staatstitel von angeschlagenen Ländern der Eurozone aufkaufen zu wollen. Die Einzelheiten will die EZB erst noch ausarbeiten. Voraussetzung sei jedoch, dass die Länder Hilfe aus dem europäischen Rettungsmechanismus ESM oder EFSF in Anspruch nehmen müssen und entsprechende Auflagen erfüllen.

(chb/rcv/sda)