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EZB-Präsident hält Inflationssorgen für übertrieben

 

EZB-Chef Mario Draghi sieht keine inflationsgefahr für die Euro-Zone. Die EZB sorge für Preisstabilität. Für 2013 rechnet Draghi sogar mit einer sinkenden Teuerung von nur noch 1,6 Prozent.

Veröffentlicht am 23.12.2012

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hält die Sorgen über eine zu hohe Inflation für übertrieben. «Fakt ist, dass wir Preisstabilität geliefert haben und das weiterhin tun werden», sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Die EZB strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent als stabiles Preisniveau an. Für die Euro-Zone gehen die Währungshüter davon aus, dass die Teuerung nach 2,5 Prozent im laufenden Jahr 2013 auf 1,6 Prozent sinken wird.

Draghi bekräftigte zudem, er wolle sich von der Bankenaufsicht fernhalten und weiterhin vor allem der Geldpolitik widmen. Die EU-Finanzminister hatten in der vergangenen Woche die Bankenaufsicht für die Institute in den Euro-Ländern auf den Weg gebracht.

Die EZB soll die Banken zentral überwachen. Auf deutschen Druck werden nur Europas grosse, grenzüberschreitenden Institute mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden. Euro oder mehr als 20 Prozent der Wirtschaftskraft ihres Heimatlandes direkt kontrolliert.

(rcv/sda)

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