Investoren wenden sich immer stärker vom Rubel ab. In Russland stieg die Nachfrage nach ausländischen Währungen – vor allem Dollar und Euro – im März auf 14,9 Milliarden Dollar, wie aus Daten der russischen Zentralbank hervorgeht. Dies ist der höchste Stand seit Januar 2009 und ein Plus von 50 Prozent zum Vormonat.

Die Zentralbank sprach von einem «dramatischen Anstieg». Die Russen hätten auch in Rekordtempo ausländische Bargeldanlagen von ihren Konten abgezogen – insgesamt rund 6,9 Milliarden Dollar. Rund die Hälfte davon stamme von ihren Dollar-Konten.

Rubel auf Tauchstation

Der Rubel verlor in den ersten drei Monaten des Jahres zum Dollar rund neun Prozent an Wert und gut acht Prozent zum Euro. Am stärksten ging es im März bergab, als das umstrittene Referendum zur Krim stattfand und Russland sich die Halbinsel trotz Kritik des Westens einverleibte.

Am Wochenende gab es erneut ein international nicht anerkanntes Referendum: In der Ostukraine sprach sich nach Angaben der Separatisten eine überwältigende Mehrheit für die Unabhängigkeit von der Ukraine aus.

(reuters/vst)