Wirtschaftlich kämpft Frankreich gegen den Abstieg, doch als Urlaubsziel bleibt der Schweizer Nachbar Weltmeister. Fast 85 Millionen Touristen zog es 2013 dorthin, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten der französischen Notenbank hervorgeht. Nummer zwei im weltweiten Ranking sind demnach die USA mit 69,8 Millionen Besuchern, gefolgt von Spanien mit 60,7 Millionen.

Frankreich lockte zwei Prozent mehr ausländische Touristen an als 2012. Das ist vor allem den Chinesen zu verdanken, deren Besucherzahl um nahezu ein Viertel stieg. Die Zahl der Gäste aus Nordamerika legte um 5,8 Prozent zu.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Tourismus trägt 6,5 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei

Das sind gute Nachrichten für die nach Deutschland zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone, die mit Rekordarbeitslosigkeit, einer Konjunkturflaute und steigender Staatsverschuldung zu kämpfen hat.

Die Ausländer sorgten für knapp 600 Millionen Übernachtungen, eine Steigerung von 4,6 Prozent. Sie blieben im Schnitt 7,1 Tage und damit etwas länger im Land als 2012. Nach Schätzung der Regierung trägt der Tourismus etwa 6,5 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Die Regierung erwog im Juni eine deutliche Anhebung der Tourismussteuer, rückte aber nach Protesten von Kommunen und Hotelmanagern davon ab.

(reuters/vst/ama)