In Frankreich endet einer Prognose der Notenbank zufolge die Rezession. Im zweiten Quartal werde das Bruttoinlandprodukt wieder wachsen - wenn auch nur um 0,1 Prozent, stellte die Banque de France in Paris in Aussicht.

In den beiden Vorquartalen war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone noch um jeweils 0,2 Prozent geschrumpft.

Rückschlag für Dienstleister

Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt macht auch das Verarbeitende Gewerbe. Die Unternehmen produzierten im April 2,2 Prozent mehr als im Vormonat, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 0,3 Prozent erwartet.

Die Dienstleister erlitten dagegen einen Rückschlag. Deren Geschäftsklima ist derzeit so schlecht wie seit Juli 2009 nicht mehr, wie die Notenbank mitteilte.

IWF mahnt

Ohne grösseren Reformeifer droht Frankreich nach Einschätzung des Internationale Währungsfonds (IWF) weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Er geht davon aus, dass die Wirtschaft 2013 um 0,2 Prozent schrumpfen wird. Das Land leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit.

Auch Deutschland hat grosses Interesse an einer Erholung des Nachbarn: Frankreich ist seit 1961 der mit Abstand größte Abnehmer von Waren «made in Germany».

(vst/tke/reuters)