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Trendwende
Frankreichs Wirtschaft wächst überraschend stark

Emmanuel Macron: Wachstum kann seine Präsidentschaft beflügeln. Keystone

Frankreichs Wirtschaft hat im ersten Quartal kräftiger als erwartet zugelegt. Insgesamt steuert die zweitgrösste EU-Volkswirtschaft auf das stärkste Wachstum seit sechs Jahren hin.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Die französische Wirtschaft ist im ersten Quartal kräftiger als von Experten erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) legte von Januar bis März erneut um 0,5 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Insee nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Damit wurde das Ergebnis zum zweiten Mal nach oben korrigiert.

Eine erste Schätzung hatte ein Plus von 0,3 Prozent ergeben, die zunächst auf 0,4 Prozent und nun auf den endgültigen Wert angehoben wurde. Die nach Deutschland zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone wuchs damit genauso schnell wie die Währungsunion insgesamt. Dafür sorgten vor allem steigende Investitionen der Unternehmen. Dagegen bremsten sinkende Exporte und ein stagnierender Konsum.

Erwerbslosenrate sinkt

Die Wirtschaft dürfte in diesem Jahr insgesamt so stark wachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr, prognostiziert das Statistikamt. Demnach dürfte das Bruttoinlandprodukt um 1,6 Prozent zulegen nach 1,1 Prozent im Vorjahr. Gründe seien eine geringere Arbeitslosigkeit und günstigere Exportbedingungen.

Die Statistiker erwarten bis zum Jahresende eine Erwerbslosenrate von 9,4 Prozent, das wäre der niedrigste Stand seit Ende 2011. Die bessere Konjunktur dürfte dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron Rückenwind geben.

(sda/me)

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