Trotz der Geldflut der EZB steigen die Preise in der Euro-Zone kaum. Sie lagen im Dezember 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Europäische Statistikamt mitteilte. Damit fiel die Teuerung noch schwächer aus als von Experten erwartet, die eine Steigerungsrate von 0,3 Prozent auf dem Zettel hatten. Insbesondere das billige Öl sorgte für relativ günstige Lebenshaltungskosten. Energie verbilligte sich binnen Jahresfrist um 5,9 Prozent.

Auch im November lag die Inflationsrate mit 0,2 Prozent weit niedriger als es die Europäische Zentralbank (EZB) anpeilt. Sie strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als optimal für die Konjunktur gilt. Der EZB-Rat hatte Anfang Dezember seine Politik weiter gelockert - jedoch weniger deutlich als erwartet. Das auf 1,5 Billionen Euro angelegte Wertpapierkaufprogramm, das neben Anleihen auch Pfandbriefe und Hypotheken-Papiere umfasst, soll mindestens bis Ende März 2017 laufen. Experten rätseln nun, ob die EZB dieses Jahr ihre Geldpolitik noch weiter lockert, nachdem die US-Notenbank Fed die Zinswende eingeläutet hat.

(sda/mbü)