1. Home
  2. Konjunktur
  3. Griechen am Geldmarkt: Lebenszeichen des Patienten

Konjunktur

Griechen am Geldmarkt: Lebenszeichen des Patienten

Eine griechische 1-Euro-Münze. (Bild: Keystone)

Griechenland sammelt von Anlegern mehrere Milliarden Euro ein, verschafft sich so finanziell etwas Luft - zahlt aber dafür aber einen hohen Preis.

Veröffentlicht am 14.08.2012

Griechenland hat sich am Finanzmarkt Geld geliehen und sich damit finanziell etwas Luft verschafft. Der von der Pleite bedrohte Staat verkaufte am Dienstag dreimonatige Geldmarktpapiere (T-Bills) für knapp 4,1 Milliarden Euro.

Mit der Anleihe musste Griechenland Investoren aber mit einer höheren Rendite ködern. Sie stieg auf 4,43 Prozent von zuletzt 4,28 Prozent, wie die Finanzagentur PDMA mitteilte. Zudem liess das Interesse der Anleger nach. Die Nachfrage überstieg das Angebot um das 1,36-Fache. Die Emission von Mitte Juli war noch 2,12-fach überzeichnet.

Griechenland hängt am Finanztropf vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und seiner Euro-Partner. Monatliche T-Bills sind derzeit die einzige Möglichkeit für Griechenland, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Wegen der drohenden Zahlungsunfähigkeit sind Investoren nicht bereit, dem Land für längere Zeit Geld zu leihen. Am 20. August muss Griechenland eine fällige Anleihe im Volumen von 3,2 Milliarden Euro bedienen, die die Europäische Zentralbank hält.

(vst/aho/sda)

Anzeige