Der vorläufige Bericht der Troika über die Umsetzung der Reformen in Griechenland zeichnet nach Informationen der «Rheinischen Post» ein düsteres Bild von der Lage in Athen.

Aus dem Bericht der internationalen Finanzfachleute gehe hervor, dass die griechische Regierung 210 von rund 300 Sparvorgaben nicht erfüllt habe, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein deutsches Regierungsmitglied, das mit dem Bericht vertraut ist. Das wäre eine Ausfallquote von 70 Prozent.

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Bei den Privatisierungen würden dieses Jahr sogar nur zwei Massnahmen mit dem Volumen eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrages umgesetzt.

Vom Urteil der Troika aus Fachleuten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds hängt jeweils die Auszahlung neuer Hilfszahlungen ab.

Die Forderungen der griechischen Regierung nach Streckung der neuesten Sparauflagen um mindestens zwei Jahre lehne die deutsche Bundesregierung als «völlig inakzeptabel» ab, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise weiter. Kanzlerin Angela Merkel habe gegenüber führenden Koalitionären versichert, dass Griechenland maximal einige Wochen Aufschub bei der Umsetzung der Defizitziele gewährt werden könnte.

(tno/vst/sda)