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Konjunktur

Griechenland: Papandreou lehnt private Hilfe ab

Giorgos Papandreou: «Die Zeit wird knapper» (Bild: Keystone)

Papandreou contra Schäuble: Der griechische Ministerpräsident hat sich dagegen ausgesprochen, private Gläubiger an der Rettung Griechenlands zu beteiligen. Er plädiert für eine Steuer auf Finanztransa

Veröffentlicht am 12.06.2011

Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou will keine Beteiligung privater Gläubiger an der finaziellen Rettung seines Landes. Dieser Ansatz sei nur in der Theorie richtig, sagte Papandreou der Athener Sonntagszeitung «To Vima». Bislang habe er das Gegenteil bewirkt, die Märkte seien nervöser geworden.

Damit stemmt sich Papandreou gegen den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble, der für die Beteiligung privater Gläubiger geworben hatte. Schäuble sprach sich eindringlich für eine «weiche» Umschuldung aus. Er hofft auf einen Kompromiss mit der Europäischen Zentralbank und den Euro-Partnern im Streit um eine Beteiligung privater Geldgeber.

Papandreou plädierte dagegen für eine Steuer auf Finanztransaktionen sowie für die Ausgabe von Euro-Anleihen (Eurobonds) aus. «Die Zeit wird knapper und die Verhandlungen dauern an. Mehr will ich jetzt nicht sagen», sagte der griechische Ministerpräsident.

Griechenland steht vor der Staatspleite, wenn keine Lösung für das hoch verschuldete Land gefunden wird. Athen hatte bereits vor gut einem Jahr ein Paket von Europäern und dem Internationalen Währungsfonds von 110 Milliarden Euro erhalten. Die nächste Tranche von 12 Milliarden Euro ist im Juli fällig - Athen braucht sie dringend, freigegeben ist sie noch nicht. Zudem wird über ein neues milliardenschweres Hilfspaket verhandelt.

(sda/tno)

 

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