Griechenland hat nach Einschätzung seines Finanzministers Yannis Stournaras eine wichtige Wende im Kampf gegen die Schuldenkrise geschafft. «Wir haben sehr gute Ergebnisse vorzuzeigen. Wir sind aus dem Schlimmsten heraus», sagte der Minister der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» laut einem Vorabbericht.

Die griechischen Haushaltsdaten sollen demnach in diesem Jahr sogar besser ausfallen als von den Geldgebern festgelegt. Der Minister räumte ein, dass die soziale Lage schwierig sei, aber «in keiner Weise nahe an einer Explosion». Die Regierung erwarte nun durch die Tourismussaison wichtige Impulse für die Konjunktur.

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Als Gewinner der Krise sieht Stournaras dem Bericht zufolge unter anderem Deutschland. Dem Blatt gegenüber äusserte er den Wunsch, dass Erträge aus der Krise geteilt würden. Unterdessen wurde bekannt, dass sich die Bundesrepublik seit Jahresbeginn so günstig wie nie verschulden konnte. Die «Bild»-Zeitung berichtete vorab aus ihrer Samstagausgabe unter Berufung auf neue Zahlen der Deutschen Finanzagentur, die durchschnittliche Emissionsrendite des Bundes zwischen Januar und Ende April habe bei lediglich 0,4 Prozent gelegen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte die Durchschnittsrendite noch 0,75 Prozent betragen.

(muv/reuters)