Nach der Erfüllung einer Reihe von Auflagen erhält Griechenland eine weitere Milliarde Euro von seinen internationalen Geldgebern. Die Finanzminister der Eurogruppe machten in Brüssel den Weg frei für die Überweisung, die noch in dieser Woche erfolgen soll.

Das Geld ist Teil einer Tranche von insgesamt 8,3 Milliarden Euro, auf die sich die Eurogruppe im April geeinigt hatte. Die Auszahlung war abhängig davon, dass die griechische Regierung Reform-Fortschritte in sechs Bereichen erreicht, unter anderem im Pharma-Sektor.

Griechenland vor Kollaps gerettet

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem kündigte an, dass die Freigabe einer weiteren Milliarde Euro aus der Tranche für Anfang August vorgesehen ist, wenn die Regierung in Athen weitere Auflagen erfüllt. Griechenland war im Zuge der Euro-Schuldenkrise 2010 und 2012 mit milliardenschweren Hilfspaketen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) vor dem finanziellen Kollaps gerettet worden.

Zypern erhält zudem weitere 600 Millionen Euro an Finanzhilfe. Dies beschloss am Montag der ESM - Europäische Stabilitätsmechanismus (EU-Rettungsschirm). Grund ist die positive Beurteilung der vierten Überprüfung von Zyperns makroökonomischem Anpassungsprogramm. ESM-Direktor Klaus Regling sagte, Zypern habe seine guten Fortschritte auf mehreren Gebieten fortsetzen können - vor allem bei der Erreichung der fiskalen Ziele und dem kontinuierlichen Herauskommen aus der Rezession.

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Zypern kann 9 Milliarden abrufen

Weitere Anstrengungen seien notwendig, um die ausstehenden Herausforderungen bewältigen zu können. Vor allem müsse auch die hohe Beschäftigungslosigkeit reduziert werden. Mit der nunmehrigen Auszahlung steigt die dem verschuldeten Euroland vom ESM zur Verfügung gestellte Summe auf 5,35 Milliarden Euro an. Die restliche Summe auf die insgesamt 9 Milliarden, die Zypern zur Verfügung gestellt werden können, sollen in vierteljährlichen Schritten bis 2016 ausbezahlt werden.

(sda/se)