Nach der Rating-Abstufung durch Standard & Poor's haben französische Poliitker ihre Bemühungen verstärkt: Die Bevölkerung solle primär Produkte «Made in France» kaufen, um damit - der geringeren Kreditbonität zum Trotz - weiteres Wachstum zu generieren. Da passt die Meldung wie die Faust aufs Auge, dass die EU-Kommission ihre Vorschriften verschärfen will, was als heimisches Gütesiegel künftig durchgeht.

So wird einem Bericht von «Spiegel Online» zu Folge verlangt, dass mindestens 45 Prozent des Wertanteils aus dem jeweiligen Land stammt. Bisher gilt die Bestimmung, wo «die letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Be- und Verarbeitung» vorgenommen worden sei. Das hat zur Folge, dass bisher auch Produkte ein Siegel wie «Made in France» tragen durften, wenn sie zu mehr als 90 Prozent im Ausland gefertigt worden seien und lediglich die letzte Bearbeitung im jeweiligen Land erfolgt sei, so der Bericht.

Auch die deutsche Wirtschaft befürchtet durch die Änderung einen grossen Schaden. «Auch Verbraucher würden um eine wichtige Orientierungshilfe gebracht», wird ein Experte zitiert. Anlass für die Änderungspläne sei ein Zollstreit um ein Produkt gewesen, das aus nordkoreanischer und chinesischer Produktion stammte.

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(vst)