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Konjunktur

Holland will Velowege beheizen

Paradiesische Bedingungen für Velos: Radfahrer vor dem Rijksmuseum in Amsterdam. (Bild: Keystone)

In Holland sollen im Winter die Velowege beheizt werden. Laut Forschern würde das ökonomisch Sinn machen. In der Schweiz hingegen hält man nicht viel davon.

Von Reto Vasella
am 24.10.2012

Die fahrradbegeisterten Holländer sollen künftig auch im Winter ungehindert in die Pedale treten können. Gemäss dem österreichsichen «Standard» haben Forscher kürzlich ihre Idee vorgestellt, die Radwege bei Frost zu beheizen und so die Vereisung zu verhindern.

Dazu soll geothermische Energie aus einer Tiefe von 30 bis 50 Metern unter der Erde genutzt werden. Die Kosten pro Kilometer Veloweg würden sich laut den Ingenieuren auf 20'000 - 40'000 Euro belaufen.

Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem

Dennoch würden sich die Investitionen lohnen. So könnten durch die Beheizung der Fahrradwege erhebliche Kosten eingespart werden: Im Winter müsste weniger Salz gestreut werden und durch rückläufige Umfallzahlen könnten Gesundheitskosten gespart werden.

In Holland haben schon einige Gemeinden Interesse an dem Projekt gezeigt. Das Land verfügt insgesamt über mehr als 35'000 Kilometer Velowege.

«Ökologischer Unsinn»

Auf wenig Gegenliebe stösst das Projekt in der Schweiz. So bezeichnet etwa Michael Schweizer, Leiter des Bereichs Strassen im Tiefbauamt Basel, die Beheizung von Strassen für Velos als «ökologischen Unsinn». Die selbsternannte Schweizer Velostadt Basel plane nicht, etwas derartiges durchzuführen. Beheizt würden laut Schweizer einzig «speziell exponierte Stellen für Fussgänger».

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