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Konjunktur

Immer mehr italienische Familien in Geldnöten

Ein Pärchen in Mailand studiert Stellenangebote: Ist der Vater arbeitslos, haben es Familien besonders schwer. (Bild: Keystone)

Die Italiener spüren die Krise: Das fünfte Jahr infolge sinken die Einnahmen der Familien. Bei immer mehr von ihnen reicht das Einkommen nicht, um die Ausgaben zu decken.

Veröffentlicht am 05.03.2013

Die italienischen Familien leiden immer mehr unter der Wirtschaftskrise. 65 Prozent der Familien geben an, ihr Einkommen genüge nicht, um die monatlichen Ausgaben zu decken, wie es in einer Studie der italienischen Notenbank hiess. 1990 hatte dieser Prozentsatz unter 40 Prozent gelegen.

Vor allem Familien, die eine Miete zahlen müssen, oder in denen der Familienvater ein Arbeiter, ein Arbeitsloser, oder ein Pensionär sei, kämpfen laut der Studie gegen zunehmende Schwierigkeiten, mit dem monatlichen Einnahmen auszukommen.

Das fünfte Jahr infolge sinken die Einnahmen der italienischen Familien. Die italienische Notenbank geht von einem Rückgang im Jahr 2012 von 2,5 Prozent aus. «Der Rückgang ist wesentlich höher als im Rezessionsjahr 2009», betonte der Vizedirektor der Banca d'Italia, Salvatore Rossi.

Wegen der Krise verzichten immer mehr Familien auf Kreditaufnahmen. Zwischen Januar und September 2012 wurden Wohnungskredite in Höhe von 21 Milliarden Euro gewährt, im Vergleichszeitraum 2011 waren es noch 30 Milliarden Euro gewesen.

(tno/sda)

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