2012 haben so viele Touristen Deutschland besucht wie noch nie. Hotels, Pensionen und Campingplätze mit mindestens zehn Betten verzeichneten bereits zum dritten Mal in Folge einen Übernachtungsrekord, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage einer Schätzung am Montag berichtete.

Die Zahl der Übernachtungen sei im Gesamtjahr voraussichtlich auf rund 406 Millionen gestiegen. Ein Jahr zuvor war mit 394 Millionen Übernachtungen der bislang höchste Wert in der seit 1992 in dieser Form geführten Statistik erreicht worden.

Die Prognose der Statistiker beruht auf den Zahlen für Januar bis November. Im November legten die Gästezahlen nach einem Dämpfer im Oktober wieder zu: Die Zahl der Gästeübernachtungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent auf 25,8 Millionen.

In den ersten elf Monaten ist damit vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland angestiegen, nämlich um 8 Prozent auf 64,3 Millionen.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) führte den Boom auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auf ein vielfältiges und modernes Tourismus-Angebot in Deutschland zurück. Die Übernachtungszahlen mit Gästen aus Asien stiegen um mehr als zehn Prozent zu.

Auch die Zahl von Touristen aus der Schweiz stieg im Vergleich zu 2011 deutlich, und zwar um 9,6 Prozent. Nach den neuesten vorliegenden Zahlen gab es in Deutschland zwischen Januar und Oktober rund 4,6 Millionen Übernachtungen von Eidgenossen, wie Harald Henning, DZT-Chef in der Schweiz, auf Anfrage sagte. Die Schweiz ist für den deutschen Tourismus der zweitgrösste Zielmarkt. Aus ihr reisen mehr Gäste an als aus den USA. Am meisten Touristen zählt Deutschland aus den Niederlanden.

(chb/sda)