Die griechische Regierungskoalition hat am Donnerstag keine Einigung über ein Sparpaket erzielen können. Dieses war den internationalen Geldgebern für diese Woche versprochen worden.

«Ich glaube, das wird noch ein paar Tage dauern», sagte Finanzminister Yannis Stournaras nach einem Treffen der Koalitionsspitzen und sprach von «sehr schwierigen» Verhandlungen. «Nichts wurde zum Abschluss gebracht», erklärte Fotis Kouvelis, der Vorsitzende der Demokratischen Linken, dem Juniorpartner in der Regierungskoalition.

Im Land gingen inzwischen die Proteste gegen das Sparpaket weiter. Vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten wurde Pfefferspray gegen protestierende Polizisten eingesetzt. Die Beamten wollten gegen das geplante neue Sparpaket demonstrieren und sich mit der jüngsten Streikwelle solidarisieren.

Gegen die Sparmassnahmen in Griechenland protestierten am Donnerstag auch die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe. Im Grossraum Athen standen U-Bahnen, Busse und Strassenbahnen für 24 Stunden still.

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Schon seit Anfang der Woche befinden sich Ärzte an öffentlichen Spitälern sowie Richter im Bummelstreik. Die Beamten der Steuerbehörden wollen am Freitag ihre Arbeit niederlegen.

Bevor Griechenland neue Finanzhilfen erhält, soll es für 2013 und 2014 ein Sparpaket im Umfang von mindestens 11,5 Milliarden Euro vorlegen. Dies soll voraussichtlich weitere Lohn- und Rentenkürzungen enthalten.

(rcv/chb/sda)