Die Europäische Statistikbehörde Eurostat musste die Teuerungsrate von März nach oben revidieren. Die jährliche Inflationsrate sei noch stärker als zunächst angenommen von 2,4 Prozent im Februar auf 2,7 Prozent geklettert. In der ersten Schätzung war noch ein Anstieg auf 2,6 Prozent ermittelt worden. Ökonomen hatten mit einer Bestätigung der ersten Schätzung gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent.

In 18 von 27 EU-Ländern beschleunigte sich laut Eurostat der Preisauftrieb. Die höchsten Raten meldeten Rumänien (8,0 Prozent), Estland (5,1 Prozent) sowie Ungarn und Bulgarien (je 4,6 Prozent). Die niedrigsten Raten wurden in Irland mit 1,2 Prozent sowie in Schweden mit 1,4 Prozent gemessen.

Die Inflationsrate ist damit noch weiter vom eigentlichen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt. Die EZB sieht mittelfristig Preisstabilität nur bei einer Rate von zwei Prozent oder weniger gewährleistet. Ein weiterer Anstieg könnte den Aufschwung in den Staaten der Eurozone ernsthaft gefährden. Auf ihrer letzten Zinssitzung Anfang April hatte die Notenbank mit Verweis auf Inflationsgefahren erstmals seit der Wirtschaftskrise den Leitzins leicht angehoben. Er liegt jetzt bei 1,25 Prozent.

Anzeige

(laf/awp)