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Irland senkt Wachstumsprognose

Euro-Krisenland Irland rechnet für 2011 mit einem wesentlich niedrigeren Wirtschaftswachstum als bisher. Das Haushaltsloch schätzt das Land nun grösser ein.

Veröffentlicht am 30.04.2011

Das irische Finanzministerium hat am Freitag die BIP-Wachstumsprognose für 2011 auf 0,8 Prozent gesenkt. Bisher waren 1,7 Prozent in Aussicht gestellt worden. Für 2012 geht das Ministerium von einem Plus von 2,5 Prozent aus. Bisher waren es 3,2 Prozent gewesen.

Auch das Haushaltsloch schätzt Irland nun höher ein. Das Haushaltsdefizit werde 2011 bei 10,0 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen, kündigte das Finanzministerium an. Zuletzt hatte es mit einem Fehlbetrag von 9,4 Prozent gerechnet.

Trotz des Schuldenbergs will das Land bis 2015 die Obergrenze der EU für das Defizit von 3,0 Prozent einhalten.

Die Regierung passt sich mit ihren neuen Erwartungen den Aussagen von Wirtschaftsexperten an. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist noch pessimistischer bezüglich der Wirtschaftsentwicklung des Inselstaates im laufenden Jahr: Er rechnet lediglich mit einem BIP-Plus von 0,5 Prozent. Die EU-Kommission geht von 0,9 Prozent aus.

(sda/tno)

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