Die isländische Regierung erwägt eine Koppelung der Landeswährung an den Euro. Zwar kämen auch der Dollar oder das Pfund für einen solchen Schritt infrage, erklärte Finanzminister Benedikt Johannesson der Nachrichtenagentur Reuters. Der Euro sei aber die «einzige realistische Option».

Gut neun Jahre nach dem Zusammenbruch des isländischen Bankensystems in der Finanzkrise erlebt das Land, das gut 330.000 Einwohner hat, einen Aufschwung. Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft unter anderem wegen des Tourismusbooms um mehr als 7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist auf rund drei Prozent gesunken und die Inflation unter Kontrolle. Seitdem ist der Wert der Krone im Vergleich zum Dollar um 15 Prozent gestiegen. Die Währung ist für Schwankungen anfällig.

Island wieder am globalen Kapitalmarkt

Erst kürzlich liess das Land die Finanzkrise endgültig hinter sich, als Reykjavik verkündet hatte, fast alle der verbliebenen Kapitalverkehrskontrollen aufzuheben. Damit haben Bürger, Unternehmen und Pensionsfonds wieder vollen Zugang zum globalen Kapitalmarkt.

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(reuters/moh)