Das hochverschuldete Euroland Italien steht an den Finanzmärkten weiter unter erheblichem Druck: Am Donnerstag musste die drittgrösste Volkswirtschaft des Währungsraums abermals hohe Zinsen für frisches Kapital zahlen.

Hohe Nachfrage, aber Zins legt zu

Bei einer Versteigerung zweijähriger Nullkupon-Anleihen (Zerobonds) lag die zu zahlende Rendite bei 4,86 Prozent, wie aus Zahlen der nationalen Notenbank hervorgeht. Das ist der höchste Wert seit November 2011, als die Schuldenkrise mit der Ansteckung selbst robuster Kernländer zu eskalieren drohte.

Dank einer hohen Nachfrage gelang es Italien, den angestrebten Maximalbetrag von 2,5 Milliarden Euro aufzunehmen. Dennoch legte der Effektivzins, den das Land professionellen Investoren bieten musste, weiter zu: Bei einer vergleichbaren Auktion Ende Juni hatte die Rendite 15 Basispunkte niedriger gelegen.

Hohe Zinsen für Staatsanleihen belasten über eine teure Kreditaufnahme die öffentlichen Haushalte, deren Lage in Krisenländern wie Italien und Spanien ohnehin angespannt ist.

(chb/rcv/awp)

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