Mit einer Auktion von drei Staatstiteln mittelfristiger Laufzeit hat Spanien doppelt so viel Kapital wie geplant eingesammelt. Das derzeit besonders im Fokus stehende Italien besorgte sich ebenfalls problemlos frische Mittel am kurzfristigen Geldmarkt. Händler werteten die Ergebnisse als Bestätigung des positiven Trends an den Sekundärmärkten in den vergangenen Tagen, wo bestehende Anleihen gehandelt werden.

In Spanien war die Nachfrage nach den neuen Staatstiteln robust, wie aus Zahlen des Finanzministeriums hervorgeht. Zudem gaben die Renditen - also der effektiv zu zahlende Zins - im Vergleich zu Auktionen im vergangenen Jahr deutlich nach. Dies mindert die Belastung des angespannten Staatshaushalts. Mit drei Anleihen nahm Spanien insgesamt knapp 10 Milliarden Euro ein. Angepeilt war eine halb so grosse Summe. Die Anleihen laufen drei, vier und fünf Jahre. Bei der dreijährigen Anleihe sank die Rendite kräftig von 5,187 Prozent im Dezember auf 3,384 Prozent. Auch die Renditen der anderen beiden Titel mit Fälligkeit 2015 und 2016 gaben deutlich nach.

Rückläufig waren die zu zahlenden Renditen auch in Italien. Zudem besorgte sich das hochverschuldete Euro-Land problemlos die anvisierten 12 Milliarden Euro für ein halbes und ein Jahr. Bei dem einjährigen Papier sank Rendite von 5,952 Prozent im Dezember auf 2,735 Prozent. Sie lag damit so niedrig wie seit Juni 2011 nicht mehr.

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Im freien Handel an den Sekundärmärkten setzte sich die positive Tendenz der vergangenen Tage fort. In vielen Euro-Ländern gaben die Renditen als Indiz für das Misstrauen der Investoren deutlich nach. Am stärksten waren die Rückgänge in Italien, Irland und Belgien. Aber auch in Spanien, Portugal, Österreich und Frankreich setzte sich die Erholung fort. Die Renditen sanken dabei besonders deutlich in den kürzeren Laufzeiten.

(tno/vst/awp)