Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich mit der vom Bankrott bedrohten Ukraine auf ein neues Hilfspaket in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar verständigt. Die Kredite sollten im Gegenzug für «ehrgeizige und harte» Reformzusagen Kiews über einen Zeitraum von vier Jahren an das Land fliessen, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde in Brüssel.

Der mit Kiew getroffenen Vereinbarung müsse noch der Verwaltungsrat des IWF zustimmen. Sie hoffe, dass dies «vor Ende Februar» erfolgen könne, sagte Lagarde.

Wirtschaftsleistung umd 7,5 Prozent gesunken

Um einen Bankrott des Landes zu verhindern, hatten internationale Geber der Ukraine im vergangenen Frühjahr Hilfskredite im Umfang von 27 Milliarden Dollar zugesagt. Der Währungsfonds steuert davon 14 Milliarden Euro bei. Die Hilfen reichten aber nicht aus.

Die ukrainische Wirtschaftsleistung ist 2014 um 7,5 Prozent geschrumpft. Der Kiewer Staatshaushalt wird dabei auch stark durch den anhaltenden gewaltsamen Konflikt mit prorussischen Rebellen im Osten des Landes belastet.

(sda/tno/ama)