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Konjunktur

IWF: EU-Schuldenkrise könnte Weltwirtschaft mit in die Tiefe reissen

IWF-Chefin Christine Lagarde sorgt sich um die Weltwirtschaft. (Bild: Keystone)

Der IWF befürchtet, dass die Folgen der europäische Schuldenkrise die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Veröffentlicht am 21.06.2012

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor grossen Risiken für die Weltwirtschaft durch die europäische Schuldenkrise und vor einer Verschärfung der Haushaltslage in einigen reichen Ländern gewarnt.

In einem Bericht an die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) forderte der IWF gemeinsame Anstrengungen, um die Arbeitslosigkeit zu verringern. Die Euro-Krise bleibe die grösste Bedrohung für die Finanzstabilität, erklärte der IWF. Das weltweite Wirtschaftswachstum schwäche sich anscheinend ab.

Arbeitslosigkeit reduzieren

In den USA und in einigen anderen Industrieländern bestehe im kommenden Jahr das Risiko einer massiven Anspannung der Haushaltslage. Für eine anhaltende weltweite Erholung sei es zwingend nötig, dies zu vermeiden und die Euro-Krise rasch und dauerhaft zu überwinden.

Es müsse auch mehr getan werden, um die hartnäckig hohe Arbeitslosigkeit in naher Zukunft in den Industrieländern zu überwinden, forderte der IWF. Zugleich mahnte der Währungsfonds grössere Anstrengungen an, um solide Staatsfinanzen sicherzustellen.

Die Krise im Euro-Raum war auch Thema am Gipfel der G20-Staaten im mexikanischen Badeort Los Cabos Anfang der laufenden Woche. Gemäss der Abschlusserklärung steht die Eurozone in der Pflicht, die Finanzmärkte zu beruhigen, Vertrauen zurückzugewinnen und Wachstum zu schaffen. Die EU will nächste Woche an einem Gipfel in Brüssel Rezepte für mehr Wachstum und gegen die Schuldenkrise beraten.

(muv/chb/sda)

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