Das wirtschaftlich gebeutelte Euro-Land Italien muss nach Meinung des Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr gegen die Krise tun. Weitere Reformen müssten zu einer Steigerung der Produktivität und des Beschäftigungsgrades führen, schreibt der IWF.

Die von Premierminister Mario Monti angestossenen Reformen auf dem Arbeitsmarkt und im Dienstleistungsbereich seien zwar sehr förderlich, schrieben IWF-Mitarbeiter in einem am Dienstag in Washington veröffentlichten Bericht über die Lage des Landes.

Aber die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation sei schwierig. Es gebe daher weiter tiefschwarze Wolken am Konjunkturhimmel. Er fordert darum Reformen für eine generell höhere Beteiligung von Frauen und eine stärkere Dezentralisierung der Lohnfindung. Das Investitionsklima müsse verbessert und Kosten für Unternehmen gesenkt werden.

Die Regierung müsse ihre «wachstumsfreundliche Sparpolitik» beibehalten, so der Währungsfonds. Wegweisend sei dabei das zuletzt angekündigte Paket von Ausgabenkürzungen. Es gebe aber noch Spielräume für Lohnkürzungen im öffentlichen Sektor, eine Senkung der Steuern und einen effektiveren Kampf gegen die Steuerflucht sowie für ein umfassenderes Privatisierungsprogramm. Das italienische Bankensystem bewertet der IWF grundsätzlich als robust.

(rcv/muv/sda)

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