Josef Ackermann sieht düstere Wolken auf die Wirtschaft zukommen. Der scheidende Chef der Deutschen Bank geht für das erste Halbjahr 2012 von einer «leichten Rezession» in Deutschland aus. Danach sieht der mächtige Banker wieder Aufhellungen auf Deutschland zukommen. So werde sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder erholen. «Aufs ganze Jahr gesehen wird das Bruttoinlandsprodukt 2012 leicht wachsen.»

EU muss zusammenrücken

Zudem betont Ackermann, dass die Deutsche Wirtschaft im Kern gesund sei. «Europas Probleme sind beachtlich, aber lösbar», ist Ackermann überzeugt. Damit nicht genug: Würden die Probleme gelöst, werde sich die Konjunktur schnell wieder nach oben bewegen.

Mit Nachdruck sprach sich Ackermann darüber hinaus für ein näheres Zusammenrücken innerhalb der EU aus. Schliesslich entscheide die Euro-Krise über das Schicksal des Kontinents. Die Menschen müssten neu für die europäische Idee begeistert werden. «Wir müssen klarmachen, dass nur ein integriertes und wahrhaft vereintes Europa in der Lage sein wird, seinen Wohlstand, seine Werte, seine Identität zu bewahren.» Nur gemeinsam hätten die Staaten genügend Gewicht gegenüber anderen grossen Akteuren wie die USA oder China.

(muv/awp)