Mit den Kanarischen Inseln greift eine weitere spanische Region auf den Hilfsfonds der Regierung zur Deckung des Finanzbedarfs zurück. Die Kanaren wollen nach Angaben vom späten Freitagabend 757 Millionen der insgesamt bereitgestellten 18 Milliarden Euro beanspruchen.

Damit sollen die Schulden der Region bedient und das Defizit finanziert werden. Die Kanaren sind damit bereits die sechste autonome Region des Landes, die den Fonds anzapft.

Bislang haben die Regionen Katalonien, Valencia, Murcia, Andalusien und Castilla La Mancha Bedarf angemeldet - insgesamt in einem Volumen von 16 Milliarden Euro. Die Mittel nähern sich damit dem Ende. Es wird aber damit gerechnet, dass noch weitere der insgesamt 17 autonomen Regionen des Landes Anträge stellen werden.

In Frage steht zudem nach wie vor, ob die Zentralregierung in Madrid für das ganze Land einen EU-Hilfsantrag stellen wird.

(tno/sda)