In Griechenland ist ein Spitzen-Finanzbeamter wegen Korruptionsverdachts zurückgetreten. Die Athener Staatsanwaltschaft hatte Ioannis Kapeleris zuvor vorgeworfen, nicht ausreichend gegen Schmuggler von Heizöl vorgegangen zu sein. Der vom Bankrott bedrohte Staat habe dabei mindestens 15 Millionen Euro an Steuern verloren, hiess es von der Anklagebehörde, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur ANA weiter berichtete.

Der Beamte soll in mehreren Fällen die strafrechtliche Verfolgung von Tankstelleninhabern verhindert haben, die billigeres Heizöl als teureren Treibstoff verkauft und die Differenz in die eigene Tasche gesteckt hätten. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe forderte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos den Rücktritt des Beamten.

(rcv/tno/sda)