Die Europäische Zentralbank (EZB) überlegt Kreisen zufolge, den Banken des Euroraums Liquidität über einen noch längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen sowie den Rahmen für die akzeptierten Sicherheiten zu lockern. Vor der Zinssitzung am morgigen Donnerstag werde diskutiert, künftig auch Refinanzierungsgeschäfte mit einer Laufzeit von zwei Jahren anzubieten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Agentur bezieht sich auf mehrere Personen, die in die Diskussion eingebunden seien. Bereits jetzt bietet die EZB Geschäfte mit ungewöhnlich langen Laufzeiten von bis zu einem Jahr an. Ausschlaggebend sind starke Verspannungen im Geldhandel zwischen den Instituten, dem sogenannten Interbankenmarkt.

Darüber hinaus erwägt die Notenbank offensichtlich, ihren Sicherheiten-Katalog zu erweitern. Dies würde die Banken zusätzlich entlasten, da sie frisches Geld nur gegen hinreichende Sicherheiten erhalten, die sie bei der EZB als Pfand hinterlegen. Eine Zinssenkung an diesem Donnerstag ist den Kreisen zufolge sehr wahrscheinlich.

Anzeige

Die Höhe des Zinsschritts sei aber ungewiss. Von der Nachrichtemagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten bis zuletzt eine Zinssenkung um 0,25 Punkte auf 1,0 Prozent erwartet.

(tno/laf/awp)