Italien hat sich mit überwiegend länger laufenden Anleihen zu günstigeren Kondititionen als zuletzt refinanziert. Die aufgenomme Summe von 7,02 Milliarden Euro habe jedoch unter dem angestrebten maximalen Zielwert gelegen, wie die nationale Schuldenagentur in Rom mitteilte. Geplant war eine Summe von 5,0 bis 8,5 Milliarden Euro.

Mit einer zehnjähringen Anleihe wurden insgesamt 2,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt eingesammelt. Die Rendite lag bei 6,98 Prozent. Bei einer vergleichbaren Auktion im November hatte sie noch bei 7,56 Prozent gelegen. Die Auktion war 1,36-fach (1,34-fach) überzeichnet.

Eine Anleihe mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2021 spielte insgesamt 1,176 Milliarden Euro ein. Sie rentierte mit 6,70 Prozent und war 1,579-fach überzeichnet. Mit einer Anleihe mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2014 brachte 2,538 Milliarden Euro ein. Die Rendite fiel hier von 7,89 Prozent im November auf 5,62 Prozent. Sie war 1,36-fach (1,50-fach) überzeichnet.

Kurzlaufende Papiere profitieren von EZB-Finanzspritze

Eine Anleihe mit varibaler Verzinsung (Floater) mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2018 brachte 803 Millionen Euro ein. Die Rendite lag bei 7,42 Prozent. Sie war 1,97-fach überzeichnet.

«Die Emission war insgesamt erfreulich», sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. «Positiv ist insbesondere der Rückgang der Renditen.»  Der Rückgang war allerdings nicht so deutlich wie bei der Auktion bei den kurzlaufenden Papieren am Vortag. Der Zins für die sechsmonatigen Papiere hatte sich dabei im Vergleich zum November auf 3,251 Prozent halbiert.

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Allerdings profitieren Kurzläufer auch stärker von den grosszügigen Refinanzierungsgeschäften der Europäischen Zentralbank (EZB). In der vergangenen Woche hatte die EZB den Banken der Eurozone Kredite in einem Volumen von fast 500 Milliarden Euro über drei Jahre gewährt.

(tno/laf/awp/sda)