Hoffnungsschimmer für Spanien: Die Arbeitslosigkeit in dem Euro-Krisenland ist zum ersten Mal seit Juli wieder gesunken. Die Zahl der bei den Behörden gemeldeten Arbeitssuchenden ging im Dezember um 1,2 Prozent oder 59'094 auf knapp 4,85 Millionen zurück. 

Wie das Arbeitsministerium in Madrid mitteilte, ist dies der stärkste je gemessene Rückgang für den Monat Dezember.

Allerdings ist im Gesamtjahr 2012 die Zahl der Arbeitssuchenden im Vergleich zu 2011 um 430'000 oder 9,6 Prozent gestiegen, hiess es. Mit rund 25 Prozent verzeichnet Spanien weiterhin die höchste Arbeitslosenquote in ganz Europa.

Nach den Zahlen der nationalen Statistik-Behörde INE sind sogar nicht nur die registrierten 4,8 Millionen, sondern insgesamt 5,8 Millionen Menschen in Spanien arbeitslos.

Zum Arbeiten nach Deutschland

Derweil arbeiten immer mehr Spanier, Griechen, Portugiesen und Italiener in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten aus den vier Euro-Krisenstaaten legte binnen Jahresfrist um 7,6 Prozent oder 33'000 zu. Dies geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Die Beschäftigung von Spaniern legte um 15,8 Prozent auf rund 49'400 zu, die Zahl der in Deutschland arbeitstätigen Griechen kletterte um 10,8 Prozent und betrug im Oktober 123'300.

(tno/aho/sda)

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