Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds für Spaniens hoch verschuldete Banken sollen nach Angaben eines EU-Vertreters mit einer Obergrenze von 100 Milliarden Euro versehen werden. Eine entsprechende Erklärung der Eurozonen-Finanzminister könnte nach deren für 16.00 Uhr angesetzten Telefonkonferenz veröffentlicht werden,

Das hiess es am Samstag in EU-Kreisen. «Madrid hat noch nicht offiziell um Hilfe gebeten», hiess es unmittelbar vor Beginn der Beratungen.

Spanien braucht zur Stabilisierung seiner maroden Banken nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) mindestens 40 Milliarden Euro zusätzliches Kapital. Für weitere Kosten könnte sich der Bedarf bis auf das Doppelte erhöhen.

Nach wochenlangem Ringen mit den Finanzmärkten war die Regierung in Madrid eingeknickt und will nach Angaben aus Kreisen noch am Wochenende den Antrag auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds stellen. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte Spanien am Samstag im Deutschlandradio Kultur ermahnt: «Die Lösung wird schnell erfolgen müssen.»

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(rcv/sda)