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McKinsey rät Griechenland: Raus aus der Eurozone

Mit einer eigenen Währung in eine bessere Zukunft - so sieht es zumindest der McKinsey-Chef. (Bild: Keystone)

Für McKinsey-Chef Frank Mattern könnte Griechenland durch eine neue Währung international mehr Wettbewerbsfähigkeit erlangen. Die Furcht vor einem Domino-Effekt hält er in einem Interview für übertrie

Veröffentlicht am 22.01.2012

McKinsey-Chef Frank Mattern empfiehlt Griechenland den Austritt aus der Europäischen Währungsunion. Er erkenne die Sparbemühungen in Griechenland an, habe aber erhebliche Zweifel, «ob sie angesichts der Ausgangslage reichen werden», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

«Es könnte der Fall eintreten, dass ein 'geordneter Austritt' aus der Eurozone für Griechenland das kleinere Übel ist, trotz aller damit verbundenen Probleme.» Denn die Abwertung einer neuen Währung helfe, international wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen.

Die Furcht vor einem Domino-Effekt hält der Chef der Beraterfirma für übertrieben: «Die Auswirkungen eines geordneten Austritts Griechenland auf Länder wie Italien oder Spanien («secondary effects») sind vermutlich beherrschbar», ergänzte Mattern.

Ungeachtet der abgebrochenen Verhandlungen über einen Schuldenschnitt sieht der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble die Rettungsbemühungen auf einem guten Weg: «Wenn man die ersten Wochen des Jahres betrachtet, scheint das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Eurozone langsam wieder zurückzukommen», sagte Schäuble derweil dem Blatt.

«Die Staaten der Eurozone haben in den letzten Monate zahlreiche richtige und wichtige Weichenstellungen vorgenommen», so Schäuble. Daher gelte es jetzt auf diesem Weg konsequent weiter voranzuschreiten.

(vst/sda)

«McKinsey-Chef empfiehlt Griechen Austritt aus Eurozone» (faz.net))

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