Präsident Dmitri Medwedew hat nach einem Kapitalabfluss von bereits 36,8 Milliarden Euro für das laufende Jahr eine schnelle Besserung des Geschäftsklimas in Russland gefordert. Beinahe alle Versuche, die vielen Hürden für Investoren abzuschaffen, seien in den vergangenen zehn Jahren fehlgeschlagen.

Dies sagte Medwedew am Samstag bei einem Treffen der Regierungspartei Geeintes Russland in der Stadt Krasnodar. Russland brauche «gute Beamte und brauchbare Standards wie in zivilisierten Ländern», sagte der Staatschef nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Gute Gesetze allein genügten nicht. Das sei eine Illusion.

Investoren hätten allein seit Jahresbeginn umgerechnet 36,8 Milliarden Euro aus Russland abgezogen, hatte die Zentralbank in Moskau vor wenigen Tagen mitgeteilt. Dies seien bereits jetzt dreimal mehr als im gesamten Vorjahr, hiess es.

Investitionen seien aber «ein ausschlaggebender Faktor bei der erfolgreichen Modernisierung der Wirtschaft», sagte Medwedew. Er hatte bereits mehrfach eine grosse Rückständigkeit vieler Unternehmen in Russland beklagt.

(rcv/sda)

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