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Milliarden für Pariser Metro

Paris: Im Stadt der Liebe soll die Infrastruktur verbessert werden. (Bild: Keystone)

Mit einem Mammutprojekt will Paris seine Infrastruktur wieder auf Vordermann bringen. Die Unternehmen stehen derweil Schlange, um die lukrativen Aufträge für das Bauvorhaben an Land zu ziehen.

Veröffentlicht am 26.03.2013

Paris will seine Infrastruktur renovieren: Mit dem Projekt «Nouveau Grand Paris» wollen Behörden und Politik bis ins Jahr 2030 insgesamt 200 Kilometer neues Schienensystem für die städtische U-Bahn errichten. 

Die französische Politik verfolgt mit dem ehrgeizigen Projekt denn auch verschiedene Ziele: Zum einen soll das mit 8,5 Millionen Passagieren überfüllte U-Bahnnetz entlastet werden. In diesem Zusammenhang sollen im Zuge des Bauvorhabens 70'000 neue Wohnungen entstehen und so die Reisezeit der Pendler um 30 Prozent verkürzt werden. 

Darüber hinaus möchte die französische Regierung der angeschlagenen Wirtschaft wieder Schub verleihen. Mit der Erweiterung des U-Bahnnetzes sollen 250'000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Erstaunlich dabei: Obwohl auf Frankreich ein Schuldenberg lastet, scheint die Finanzierung für das 29,5 Milliarden Euro schwere Bauprojekt gesichert - unter anderem durch die im Jahr 2011 eingeführte Steuererhöhungen. Diese spülen Vater Staat jährlich 500 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen in die Kasse. 

Ausserdem sollen sich in Paris ansässige Unternehmen an den jährlichen Betriebskosten von 1,6 Milliarden Euro beteiligen. 

Derweil hat das Geschacher um die Vergabe der Aufträge bereits begonnen. Zu den Interessenten gehören Bouygues, Eiffage, Vinci, Siemens oder Alstom. 

(muv/aho)

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