Die slowenische Nachrichtenagentur STA meldet, dass die Renditen für zehnjährige slowenische Staatsanleihen haben am Freitagvormittag die psychologisch kritische Marke von 7 Prozent überschritten.

Griechenland, Irland und Portugal mussten bei diesem Niveau Unterstützung von der EU und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) anfordern. Auch italienische Papiere hatten diese Marke am Donnerstag erreicht, rutschten dann aber wieder unter sieben Prozent.

Ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel sagte: «Wir sind nicht besorgt. Wir sind zuversichtlich, dass die slowenische Wirtschaft die derzeitigen Herausforderungen bewältigen kann.» Generell kommentiere die EU-Kommission keine Marktentwicklungen.

Die Sieben-Prozent-Marke wurde laut STA für Anleihen mit einer Laufzeit bis 2020 überschritten, die stärker gehandelten Anleihen bis 2022 lagen gegen 11 Uhr demnach bei einem Renditenniveau von 6,995 Prozent.

Finanzminister Franc Krizanic sagte zuvor in Hinblick auf die steigenden Zinsen für Staatspapiere, Slowenien habe relativ gute finanzielle Ressourcen. Deshalb seien keine «grösseren Schocks» zumindest bis 2014 zu erwarten.

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(vst/laf/sda)