Die Griechen müssen sich auf höhere Steuern einstellen. Wie das Parlamentspräsidium am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, wurde ein entsprechendes Gesetz dem Parlament vorgelegt, über das bereits am Sonntag abgestimmt werden soll. Bei dem neue Sparpaket geht es vor allem um indirekte Steuern in Höhe von etwa 1,8 Milliarden Euro. Wie es sich aus dem 7500-Seiten-Gesetz ergibt, wird die Mehrwertsteuer auf die meisten Lebensmittel sowie Erfrischungsgetränke, aber auch in Restaurants, Bars und Tavernen von 23 Prozent auf 24 Prozent erhöht.

Abgeschafft werden auch Mehrwertsteuerermässigungen für zahlreiche Inseln. Diesel und Heizöl werden um jeweils sechs und acht Cent teurer. Auch die Tabaksteuer und die Steuern auf elektronische Zigaretten steigen. Wer einen Festnetz-Telefonanschluss hat, soll künftig fünf Prozent auf jede Rechnung zusätzlich zahlen. Auch Pay-TV soll zehn Prozent teurer werden. Die Steuern auf Kaffee und Bier steigen ebenfalls. Für Übernachtungen in griechischen Hotels ist von 2018 an je nach Kategorie der Unterkunft eine zusätzliche Gebühr zwischen zwei und vier Euro pro Nacht fällig.

Voraussetzung für weitere Hilfen

Die Abstimmung zum neuen Spar- und Reformpaket soll am Sonntagabend statt finden, teilte das Parlamentspräsidium mit. Die Massnahmen sind Voraussetzung für weitere Hilfen seitens der Gläubiger.

(awp/gku/ama)