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«Not amused»: Briten fürchten Euro-Krisensturm

In Grossbritannien dürfte die Inflation erst in zwei Jahren unter die Zielgrösse fallen. (Bild: Keystone)

Der britische Notenbankchef sieht durch die Schuldenkrise in Eurozone grosse Gefahren auf Grossbritannien zukommen.

Veröffentlicht am 16.05.2012

Die Bank of England sieht grosse Gefahren durch die Schuldenkrise in der Eurozone auf die britische Wirtschaft zukommen. «Wir bewegen uns durch turbulente Gewässer mit dem Risiko eines Sturms vom Kontinent», sagte Notenbankchef Mervyn King anlässlich der Vorstellung des Inflationsberichts in London.

Die Entscheidungen für die britische Notenbank seien schwieriger geworden. Man würde bereits seit geraumer Zeit mit der Regierung über Pläne diskutieren, um die Folgen einer Verschärfung der Eurokrise einzudämmen. Die Notenbank sieht weiter die Gefahr einer ungeordneten Entwicklung in der Eurozone. Sie werde bei einer Eskalation der Krise reagieren.

Für die britische Wirtschaft hätten sich die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Vergleich zum letzten Inflationsbericht im Februar etwas eingetrübt, sagte King. Man erwartet jedoch weiter eine schrittweise Erholung. Die hohen Energiepreise und die ungünstigen Kreditbedingungen würden das Wachstum belasten.

Die Inflationsrate dürfte laut Notenbank erst in zwei Jahren unter das Inflationsziel von zwei Prozent fallen. Dieser Prognose liegt ein unveränderter Leitzins von 0,5 Prozent zu Grunde. Die Aussichten für die britische Inflation seien jedoch ungewiss. Zuletzt lag die Inflationsrate deutlich über der Marke von drei Prozent.

(vst/awp)

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