Einzelne europäische Notenbanken haben laut einem Pressebericht mit den Vorbereitungen auf einen möglichen Zerfall der Eurozone begonnen. «Es sind erste Anzeichen aufgetaucht, dass Zentralbanken darüber nachdenken, wie Währungen reaktiviert werden können, die seit Einführung des Euro als Bargeld 2002 nicht mehr gedruckt wurden», hiess es in einem Bericht des «Wall Street Journal». Das Blatt beruft sich nur «auf Personen, die mit der Sache vertraut sind» und nannte keine konkreten Quellen.

Zumindest die Notenbank von Irland trifft Vorkehrungen, um im Zweifelsfall zusätzliche Kapazitäten an Druckerpressen zu gewährleisten. Dies werde notwendig, falls das Euroland künftig wieder eigene Banknoten drucken müsse, hiess es weiter in den Zeitungsbericht. Das Blatt beruft sich auch bei dieser Aussage auf informierte Kreise.

Laut dem Bericht handelt es sich bei allen Planungen um reine Vorsichtsmassnahmen. Sie bedeuteten nicht, dass in den entsprechenden Notenbanken tatsächlich mit einem Auseinanderbrechen der Eurozone gerechnet werde. Allerdings werde deutlich, dass sich die Notenbanken theoretisch mit dieser Möglichkeit befassen. Dies zeige «wie schnell sie die Lage in Europa verschlechtert hat», hiess es weiter.

(laf/rcv/sda)

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