Das von der Pleite bedrohte Griechenland kann nach Einschätzung des New Yorker Wirtschafts-Professors und «Handelszeitung»-Kolumnisten Nouriel Roubini nur mit einem Austritt aus der Eurozone aus dem aktuellen «Teufelskreis» entkommen.

Innerhalb des Währungsraums bleibe das Land in einem Gemisch aus Staatspleite, einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, zu hohen Defiziten und einer tiefen Wirtschaftskrise gefangen, sagte Roubini der französischen Zeitung «Les Echo».

Beim Austritt aus der Eurozone brauche Griechenland aber Hilfestellung, sagte der Ökonom weiter. Hierbei sei ein «geordneter Prozess» notwendig, der «von der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds koordiniert und finanziert werden muss».

Nur so könne der Austritt aus der Eurozone mit einem «Minimum an Kollateralschäden» durchgeführt werden.

Roubini hatte sich einen Namen gemacht, als er die schwere Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 vorhersagte.

(vst/rcv/awp)