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Polen will Euro in vier Jahren einführen

Polen will den Euro nur, wenn die Krise vorbei ist. (Bild: Keystone)

Schon in vier Jahren will Polen die Kriterien für einen Euro-Beitritt erfüllen. Ob es dann aber zur Teilnahme an der Währungsunion kommt, hängt noch von anderen Faktoren ab.

Veröffentlicht am 03.12.2011

Polen wird nach Einschätzung von Ministerpräsident Donald Tusk die wirtschaftlichen Kriterien für einen Euro-Beitritt Ende 2015 erfüllen. Das Land werde der Euro-Zone aber nur beitreten, wenn die Schuldenkrise bis dahin gelöst sei, sagte Tusk.

 

Polen müsse sich hundert Prozent sicher sein, dass die Euro-Zone dann gesund sei und über strenge Regeln verfüge, sagte Tusk in einem Interview mit dem polnischen Staatsfernsehen.

Auch der polnische Aussenminister Radek Sikorski sagte gleichentags, Polen sei in vier Jahren bereit für die Einführung des Euro. Polen werde der Eurozone aber nur beitreten, wenn bestimmte Reformen umgesetzt würden und die Einführung der Gemeinschaftswährung polnischen Interessen diene, sagte Sikorski in einem Radiointerview.

Der Aussenminister wiederholte zudem seine Aufforderung an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, in der europäischen Finanzkrise eine Führungsrolle einzunehmen. Die EU-Mitgliedschaft Polens wird von den Bürgern des Landes sehr begrüsst. Seit dem Beitritt 2004 ist die polnische Wirtschaft rasant gewachsen.

(laf/sda)

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