Nach dem Wahlsieg der Rechtspopulisten in Finnland war lange Zeit fraglich, ob Helsinki dem Rettungsschirm für Portugal zustimmen würde. Und ohne die Finnen geht es nicht, denn der Entscheid der 17 Mitglieder der Eurozone für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Portugal muss einstimmig erfolgen.

Doch diese Frage ist jetzt geklärt: Bei der Abstimmung im "Grossen Ausschuss" des neu gewählten Reichstages in Helsinki stimmten 15 Abgeordnete für und 5 gegen das Paket. 5 enthielten sich.

Finnland ist an dem Paket mit 1,4 Milliarden Euro beteiligt. Die Abgeordneten erteilten Finanzminister Jyrki Katainen das Mandat, am Montag beim Treffen der EU-Finanzminister den Rettungskrediten zuzustimmen.

Die Mehrheit für die Abstimmung im finnischen Parlament hatte Katainen erst am Donnerstag erhalten, nachdem die Sozialdemokraten ihm nach langem Zögern ihrer Unterstützung zusicherten.

Nach dem Wahlsieg der rechtspopulistischen Partei Wahre Finnen im April galt die Zustimmung der Nordeuropäer zeitweise als gefährdet. Die Partei konnte vor allem wegen ihres Widerstandes gegen Hilfe an überschuldete EU-Länder ihre Stimmenzahl auf 19 Prozent vervierfachen.

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(cms/tno/sda)