In Portugal hat die Notenbank ihre Konjunkturprognose für kommendes Jahr klar gesenkt. Die Zentralbanker verwiesen in ihrem am Dienstag vorgelegten Bericht auf die geplanten zusätzlichen Ausgabenkürzungen der Regierung, die zu einem stärkeren Rückgang des privaten Konsums führen könnten.

Daher rechnen sie für 2014 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent statt wie bisher 1,1 Prozent. Dafür sind sie für das laufende Jahr etwas optimistischer: 2013 wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) gemäss der Notenbank nur um 2,0 Prozent statt wie bisher erwartet 2,3 Prozent zurückgehen. Die Prognosen seien jedoch mit Unsicherheit behaftet wegen der aktuellen Regierungskrise.

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Es wird zwar erwartet, dass Ministerpräsident Pedro Passos Coelho ein Misstrauensvotum am Donnerstag übersteht. Bezweifelt wird jedoch, ob er zusammen mit den Sozialisten von Antonio Jose Seguro bis zum 21. Juli - wie vom Staatspräsidenten gewünscht - einen Kompromiss mit möglichst allen Parteien schmieden kann. Uneinigkeit besteht vor allem über den Spar- und Reformkurs, der Voraussetzung für die milliardenschweren Hilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds ist.

(tno/sda)