Biertrinker und Raucher sollen in Frankreich frisches Geld in die Sozialversicherungskassen spülen. Mit einer Steuererhöhung auf Gerstensaft will die Regierung im kommenden Jahr rund 480 Millionen Euro zusätzlich einnehmen.

Eine weitere Erhöhung der Abgaben auf Tabakprodukte zum 1. Juli 2013 soll jährlich rund 250 Millionen Euro bringen. Umgerechnet werde ein kleines Glas Bier mit 0,25 Litern im Schnitt um fünf Cent teurer, teilte die Regierung mit.

Die Steuern auf Zigaretten und andere Rauchprodukte waren erst an diesem Montag deutlich angehoben worden. Für eine Schachtel der französischen Marke «Gauloises Blondes» müssen beispielsweise künftig 6,10 Euro, für eine der Sorte «Marlboro» 6,60 Euro bezahlt werden. Händler befürchten, dass Raucher deswegen künftig vermehrt in Nachbarländern einkaufen werden.

Das Defizit der französischen Sozialversicherung inklusive des Alterssolidaritätsfonds wird für das kommende Jahr auf 13,9 Milliarden Euro geschätzt.

(rcv/tke/awp)