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Währungskrise
Russischer Rubel mit Milliarden gestützt

Putin auf einem Bildschirm: Wenig Grund zur Freude für Russlands Präsidenten.   Keystone

Der Rubel hat im Laufe des vergangenen Jahres gegenüber dem Dollar 41 Prozent seines Wertes verloren. Und das, obwohl die russische Zentralbank mit Milliarden einsprang.

Veröffentlicht am 12.01.2015

Um den Wertverfall des Rubel zu bremsen, hat die russische Zentralbank im vergangenen Jahr Milliardensummen investiert. Zur Stützung der Währung stellte sie 76,1 Milliarden Dollar und 5,4 Milliarden Euro bereit, wie aus statistischen Daten der Zentralbank hervorging.

Mit einer Kapitalspritze von 22,3 Milliarden Dollar stützte die Zentralbank den Rubel demnach im März, als Russland die zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim annektierte. Wegen des dramatischen Falls des Ölpreises sprang sie dem Rubel im Oktober mit 27,2 Milliarden Dollar bei, im Dezember mit weiteren 11,9 Milliarden Dollar.

Riesiger Wertverlust

Der Rubel hat im Laufe des vergangenen Jahres gegenüber dem Dollar 41 Prozent seines Wertes verloren, gegenüber dem Euro 34 Prozent. Der Verfall der russischen Währung hatte sich in den letzten Wochen des Jahres 2014 beschleunigt und für Panik in der Bevölkerung gesorgt.

Viele Russen tauschten ihr Erspartes in ausländische Währungen um oder gaben in aller Schnelle Geld aus. Seither hat sich der Rubel stabilisiert, verharrt aber weiter auf niedrigem Niveau.

Sanktionen und Ölpreis

Gründe für den Wertverlust der russischen Währung sind die wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Moskau und der Verfall des Ölpreises. Der russische Staatshaushalt hängt stark von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft ab.

Im Gesamtjahr 2014 stiegen die Preise in Russland um 11,4 Prozent an. Die Inflation wurde auch vom Embargo befeuert, das Russland als Reaktion auf die Sanktionen gegen westliche Lebensmittel verhängt hatte.

(sda/tno)

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