Griechische Sparer haben vor allem eines im Sinn: Ihr Geld in Sicherheit bringen. Die griechische Zeitung «Ekathimerini» eruierte die beliebtesten Destinationen – mit etwas überraschendem Ergebnis. Auf den Top-Plätzen liegen Grossbritiannien, Niederlande und Deutschland. Erst dahinter taucht die Schweiz auf.

Laut Bericht seien 54'000 Griechen mit einem Vermögen von rund 22 Milliarden Euro im Ausland in die Steuerfalle getappt. Doch auch versteuerte Konten im Ausland hätten Konjunktur.

Enge Beziehungen

Der Spitzenplatz Grossbritanniens habe mit der grossen Flexibilität des Finanzsystems zu tun – aber auch mit durchaus praktischen Gründen: «Viele Griechen haben Beziehungen zum Land, weil ihre Kinder oder sie selbst dort studiert hatten.»

Das hat währungstechnische Tücken: Die Abwertung des Pfundes gegenüber dem Euro hat dazu geführt, dass ein Teil der Ersparnisse weggeschmolzen ist. Kommt hinzu, dass für ausländische Depotinhaber sich die Spesen deutlich erhöht haben.

Robuste Wirtschaftsentwicklung

Als «überraschend» wertet die Zeitung den zweiten Platz der Niederlande, noch vor Deutschland. Grund dafür sei einerseits die hohe Kreditwürdigkeit des Landes und die robuste Wirtschaftsentwicklung.

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Der Schweiz, die lediglich den vierten Platz erreicht, wird zum «Verhängnis», dass die administrativen Hürden bei Banken vergleichsweise hoch, die Zinsen aber entsprechend tief sind. 

(vst/se)